7 Gründe, warum Star Trek Discovery das beste Trek ist

  1. Verstehen. Zuerst halte ich etwas Angst, dass die Serie einen Krieg zum Aufhänger hat. Aber es zeigt sich, dass die Militarisierung von Forschung als Bedrohung beschrieben wird. Die Lösung der Episoden beruhte bislang darauf, fremde Wesen und Kulturen zu verstehen und zu schätzen.
  2. Michael Burnham. Die Hauptfigur der Serie ist nicht nur erste Offizierin, sondern sogar degradiert und entehrt. Als solche kommt sie auf der Discovery direkt mit der Kommandostruktur in Konflikt. Das bedeutet, dass die philosophischen Differenzen nicht zwischen der Crew und einem externen Einfluss stattfinden, sondern innerhalb der Crew. Burnham trifft auf Misstrauen und Neid und auf einen kriegerischen Captain.
  3. Die Crew. Discovery ist eine Serie, die stark auf ihren Plot baut. Dadurch stehen die Figuren nicht so im Vordergrund wie in anderen Trek-Serien. Und natürlich kennt man nach 100 Folgen – davon 10 auf dem Holodeck – eine Crew besser als nach 5 Episoden. Trotzdem ist die Crew der Discovery für mich fast die beste Crew, da sie erzählerisches Potenzial hat. Nicht umsonst waren Spock, Data, Seven-of- Nine oder Worf beliebte Figuren, denn sie gingen über ihre Eigenschaften hinaus und hatten innere Konflikte, ein Entwicklungspotential. Saru kämpft mit seiner paranoiden Ader und seinem Misstrauen gegen und Neid für Michael Burnham, um doch ein guter erster Offizier zu sein. Tilly ist nervös, brabbelig und doch sehr ernst in der Ambition, Captain zu werden. Wer ist die letzte Figur einer Trek-Serie, die Ambitionen zum Aufstieg hatte? Stamets kann sein Lieblingsthema erforschen mit gewaltigen Ressourcen, aber nicht für friedliche Zwecke. Und Lorca ist eher ein Klingone, der aber für die Föderation unterwegs ist- und Captain.
  4. Vielfalt. Bei allen progressiven Politik tat sich Trek doch oft schwer mit Minderheiten und sexueller Vielfalt. Hier haben wir auch in Nebenrollen Frauen, People of Color (inklusive Women of Color), wir haben ein schwules Paar in wichtiger Position… das ist nicht radikal, aber zeitgemäß.
  5. Der rote Faden. Discovery hat anscheinend einen Plot für die ganze Staffel, aber zugleich macht die Serie es bislang sehr gut, die Folgen mit abschließenden Entwicklungen zu fällen. Andere Netflix- Seien sind oft als einzelne Folgen kaum anzusehen, vor allem in der Mitte der Staffel. Ich hoffe, dass dieser Hänger Discovery nicht trifft, weil eben jede Folge etwas erzählt und damit fertig wird.
  6. Ausstattung. Mann, sieht diese Serie gut aus. Film-Qualität.
  7. Flausch oder Tentakel? Momente von Flausch durch Zusammenhalt der Crew und Wertschätzung von Mitgefühl. Aber in einem düsteren Umfeld. Beste Entwicklung ist die von Ripper.

Was fehlt? Die Klingonen. Ich finde sie teilweise interessant, aber auch so anders als sonst, ich weiß einfach noch nicht… Und bitte keine Romanze da!

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